Gewichtsklassen Boxen Männer Tabelle: KG-Klassen von Fliegengewicht bis Schwergewicht 2026

Im Boxen werden Männer nach Gewicht in verschiedene Gewichtsklassen eingeteilt. Dadurch treten Boxer möglichst gegen Gegner mit vergleichbarer Körpermasse an. Gerade im Profiboxen gibt es zahlreiche Gewichtsklassen vom Fliegengewicht bis zum Schwergewicht. Zusätzlich haben sich im Laufe der Zeit sogenannte Super- und Zwischenklassen etabliert.

Für 2026 umfasst die professionelle Einteilung des World Boxing Council (WBC) insgesamt 18 Gewichtsklassen. Dazu gehören unter anderem Fliegengewicht, Bantamgewicht, Federgewicht, Leichtgewicht, Weltergewicht, Mittelgewicht, Halbschwergewicht, Cruisergewicht und Schwergewicht.

Gewichtsklassen Boxen Männer Tabelle 2026

Gewichtsklasse Englische Bezeichnung Gewichtsgrenze
Strohgewicht Strawweight bis 47,6 kg
Halbfliegengewicht Light Flyweight bis 49,0 kg
Fliegengewicht Flyweight bis 50,8 kg
Superfliegengewicht Super Flyweight bis 52,2 kg
Bantamgewicht Bantamweight bis 53,5 kg
Superbantamgewicht Super Bantamweight bis 55,3 kg
Federgewicht Featherweight bis 57,2 kg
Superfedergewicht Super Featherweight bis 59,0 kg
Leichtgewicht Lightweight bis 61,2 kg
Superleichtgewicht Super Lightweight bis 63,5 kg
Weltergewicht Welterweight bis 66,7 kg
Superweltergewicht Super Welterweight bis 69,9 kg
Mittelgewicht Middleweight bis 72,6 kg
Supermittelgewicht Super Middleweight bis 76,2 kg
Halbschwergewicht Light Heavyweight bis 79,4 kg
Cruisergewicht Cruiserweight bis 90,9 kg
Bridgergewicht Bridgerweight bis 101,6 kg
Schwergewicht Heavyweight über 101,6 kg

Die Kilogrammwerte sind aus den vom WBC angegebenen Pfundgrenzen umgerechnet. Der WBC führt das Schwergewicht ab 224 lb beziehungsweise rund 101 kg, während das Bridgergewicht bis 224 lb reicht.

Was bedeuten die Gewichtsklassen beim Boxen?

Die Gewichtsklasse legt fest, bis zu welchem maximalen Gewicht ein Boxer beim offiziellen Wiegen antreten darf. Ein Boxer im Weltergewicht darf beispielsweise die festgelegte Obergrenze dieser Klasse nicht überschreiten, wenn er um einen entsprechenden Titel kämpft.

Die Gewichtsklassen sollen verhindern, dass sehr unterschiedlich schwere Athleten unmittelbar gegeneinander antreten. Das Körpergewicht kann beim Boxen einen erheblichen Einfluss auf Schlagkraft, Stabilität, Reichweite und physische Belastbarkeit haben.

Die Bezeichnungen sind international überwiegend englisch geprägt. Deshalb findet man beispielsweise sowohl „Mittelgewicht“ als auch „Middleweight“ oder „Halbschwergewicht“ und „Light Heavyweight“.

Fliegengewicht: bis etwa 50,8 kg

Das Fliegengewicht gehört zu den leichteren professionellen Gewichtsklassen. Die WBC-Grenze liegt bei 112 lb beziehungsweise etwa 50,8 kg.

Boxer dieser Klasse sind häufig besonders schnell und beweglich. Kombinationen, Beinarbeit und Reaktionsgeschwindigkeit spielen eine große Rolle.

Unterhalb des klassischen Fliegengewichts gibt es im Profiboxen zusätzlich das Halbfliegengewicht und das Strohgewicht.

Bantamgewicht und Federgewicht

Das Bantamgewicht endet beim WBC bei 118 lb beziehungsweise rund 53,5 kg. Darüber folgt das Superbantamgewicht mit einer Grenze von 122 lb.

Das Federgewicht reicht bis 126 lb beziehungsweise etwa 57,2 kg. Anschließend folgt das Superfedergewicht bis 130 lb beziehungsweise rund 59,0 kg.

Diese Gewichtsklassen gehören zu den traditionellen unteren und mittleren Bereichen des Profiboxens. Mit zunehmendem Gewicht verändern sich häufig auch Kampfstil, Schlagkraft und körperliche Präsenz der Athleten.

Leichtgewicht: bis 61,2 kg

Das Leichtgewicht endet im Profiboxen bei 135 lb beziehungsweise rund 61,2 kg.

Es ist eine international sehr bekannte Gewichtsklasse. Oberhalb des Leichtgewichts folgen Superleichtgewicht und Weltergewicht.

Das Superleichtgewicht reicht bis 140 lb, während die Grenze des Weltergewichts bei 147 lb liegt. Das entspricht ungefähr 63,5 beziehungsweise 66,7 kg.

Weltergewicht und Mittelgewicht

Das Weltergewicht gehört zu den bekanntesten Gewichtsklassen im Boxsport und reicht bis 66,7 kg.

Darüber liegt das Superweltergewicht mit einer Grenze von rund 69,9 kg. Das Mittelgewicht endet bei 160 lb beziehungsweise etwa 72,6 kg.

Zwischen diesen Klassen liegen damit jeweils vergleichsweise kleine Gewichtsunterschiede. Gerade im Profiboxen können solche Unterschiede dennoch eine wichtige Rolle spielen.

Supermittelgewicht und Halbschwergewicht

Das Supermittelgewicht reicht bis 168 lb beziehungsweise rund 76,2 kg. Darüber beginnt das Halbschwergewicht, dessen WBC-Grenze bei 175 lb beziehungsweise etwa 79,4 kg liegt.

Das Halbschwergewicht bildet den Übergang zu den deutlich schwereren Gewichtsklassen. Danach folgt das Cruisergewicht.

Cruisergewicht: bis 90,9 kg

Das Cruisergewicht endet beim WBC bei 200 lb beziehungsweise etwa 90,9 kg. Damit liegt zwischen Halbschwergewicht und Cruisergewicht eine Gewichtsdifferenz von rund 11,5 kg.

Das Cruisergewicht wurde geschaffen, um eine eigene Klasse zwischen Halbschwergewicht und Schwergewicht zu etablieren. Dadurch müssen Boxer unterhalb des Schwergewichts nicht unmittelbar gegen deutlich schwerere Athleten antreten.

Bridgergewicht: bis 101,6 kg

Eine Besonderheit des modernen Profiboxens ist das Bridgergewicht. Beim WBC liegt die Obergrenze bei 224 lb beziehungsweise rund 101,6 kg.

Die Klasse befindet sich zwischen Cruisergewicht und Schwergewicht. Sie soll insbesondere die große Gewichtsspanne zwischen einem Cruisergewichtler und einem Schwergewichtler verkleinern. Der WBC führt das Bridgergewicht als eigene Division.

Schwergewicht: über 101,6 kg

Das Schwergewicht bildet die höchste Gewichtsklasse der hier dargestellten WBC-Einteilung. Anders als bei den meisten niedrigeren Klassen gibt es nach oben keine feste Gewichtsobergrenze.

Beim WBC beginnt das Schwergewicht bei 224 lb beziehungsweise rund 101,6 kg. Ein Boxer mit beispielsweise 105 kg, 115 kg oder 125 kg kann daher grundsätzlich in der Schwergewichtsklasse antreten, sofern die jeweiligen Verbandsregeln erfüllt sind.

Das Schwergewicht gilt traditionell als Königsklasse des Profiboxens. Aufgrund der hohen Körpergewichte können bereits einzelne Treffer einen Kampf entscheidend verändern.

Profiboxen und Amateurboxen haben unterschiedliche Gewichtsklassen

Eine wichtige Unterscheidung ist zwischen Profiboxen und olympischem beziehungsweise Amateurboxen. Die Gewichtsklassen sind nicht identisch.

World Boxing verwendet für seine Wettbewerbe eine eigene Einteilung. Für Männer sind beispielsweise Klassen bei 50, 55, 60, 65, 70, 75, 80, 85 und 90 kg sowie über 90 kg vorgesehen. World Boxing hat die Zahl der Gewichtsklassen für seine Wettbewerbe auf zehn Männerklassen erhöht.

Deshalb sollte bei einer Angabe wie „Männer Boxen Gewichtsklasse 75 kg“ immer geprüft werden, ob es um einen Profikampf, einen Amateurwettkampf, einen World-Boxing-Wettbewerb oder einen bestimmten Verband geht.

Gewichtsklassen im Profiboxen und ihre Grenzen

Die folgende vereinfachte Übersicht eignet sich als schnelle Orientierung:

Bereich Gewicht
Fliegengewicht bis 50,8 kg
Bantamgewicht bis 53,5 kg
Federgewicht bis 57,2 kg
Leichtgewicht bis 61,2 kg
Superleichtgewicht bis 63,5 kg
Weltergewicht bis 66,7 kg
Superweltergewicht bis 69,9 kg
Mittelgewicht bis 72,6 kg
Supermittelgewicht bis 76,2 kg
Halbschwergewicht bis 79,4 kg
Cruisergewicht bis 90,9 kg
Bridgergewicht bis 101,6 kg
Schwergewicht über 101,6 kg

Diese verkürzte Tabelle lässt die zusätzlichen Zwischenklassen unterhalb des Fliegengewichts bewusst weg.

Warum gibt es so viele Gewichtsklassen?

Die Einteilung hat vor allem sportliche und sicherheitsbezogene Gründe. Ein Boxer mit deutlich höherem Körpergewicht kann unter anderem Vorteile bei Masse, Schlagwirkung und körperlicher Stabilität besitzen.

Durch die Unterteilung in viele Klassen entstehen Kämpfe zwischen Athleten, deren Körpergewicht näher beieinanderliegt. Gleichzeitig können Boxer durch Gewichtsmanagement gezielt in einer bestimmten Klasse antreten.

Die Entwicklung ist allerdings nicht abgeschlossen. Im Profiboxen existieren inzwischen deutlich mehr Gewichtsklassen als bei den ursprünglichen traditionellen acht Divisionen. Der WBC führt 2026 insgesamt 18 professionelle Gewichtsklassen.

Gewicht machen vor dem Boxkampf

Vor einem offiziellen Kampf müssen Boxer das vorgeschriebene Gewicht einhalten. Das sogenannte Gewichtmachen kann insbesondere dann relevant werden, wenn ein Athlet sehr nahe an der oberen Grenze seiner Klasse liegt.

Dabei geht es nicht nur darum, das Gewicht dauerhaft zu reduzieren. Boxer versuchen teilweise, ihr Trainingsgewicht so zu steuern, dass sie beim offiziellen Wiegen innerhalb der vorgeschriebenen Grenze liegen.

Wie viel Gewicht ein Sportler sinnvoll und sicher reduzieren kann, hängt unter anderem von Körpergröße, Körperzusammensetzung, Trainingszustand und individueller Physiologie ab. Extreme kurzfristige Gewichtsreduktionen sind nicht mit einem normalen Diätprogramm gleichzusetzen und können gesundheitliche Risiken bergen.

Fazit: Welche Gewichtsklassen gibt es beim Boxen für Männer 2026?

Das Profiboxen bietet 2026 eine sehr fein abgestufte Einteilung. Sie reicht beim WBC vom Strohgewicht über Fliegengewicht, Bantamgewicht, Federgewicht und Leichtgewicht bis zu Weltergewicht, Mittelgewicht, Halbschwergewicht, Cruisergewicht, Bridgergewicht und Schwergewicht.

Für die häufig gesuchte Übersicht „Fliegengewicht bis Schwergewicht“ sind vor allem diese Grenzen relevant:

Fliegengewicht bis 50,8 kg, Bantamgewicht bis 53,5 kg, Federgewicht bis 57,2 kg, Leichtgewicht bis 61,2 kg, Weltergewicht bis 66,7 kg, Mittelgewicht bis 72,6 kg, Supermittelgewicht bis 76,2 kg, Halbschwergewicht bis 79,4 kg, Cruisergewicht bis 90,9 kg, Bridgergewicht bis 101,6 kg und Schwergewicht über 101,6 kg.

Dabei handelt es sich um die WBC-Profieinteilung. Andere Boxverbände können Bezeichnungen, Grenzen oder die Verwendung einzelner Zwischenklassen anders handhaben.

Quellen und weiterführende Informationen

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