Die Ultimate Fighting Championship, kurz UFC, ist die weltweit größte und bedeutendste Organisation im Mixed Martial Arts. Seit ihrer Gründung im Jahr 1993 hat die UFC eine Reihe von Kämpfern hervorgebracht, die weit über den Sport hinaus zu globalen Ikonen wurden. Im Jahr 2026 befindet sich die UFC in einer neuen Ära: Ein milliardenschwerer Deal mit Paramount+ hat das Geschäftsmodell verändert, neue Superstars drängen in den Vordergrund, und Legenden kehren zurück oder hinterlassen ein bleibendes Erbe.
Dieser Beitrag stellt die bekanntesten UFC Fighter aller Zeiten vor – jene Männer und Frauen, die die UFC geprägt haben und deren Namen weltweit bekannt sind.
Was macht einen UFC Fighter zur globalen Ikone?
Sportlicher Erfolg allein genügt nicht. Die bekanntesten UFC Kämpfer verbinden außergewöhnliche Leistungen im Oktagon mit einer Persönlichkeit, die Menschen auch außerhalb des Sports anzieht. Charisma, Sprache, Herkunft, Rivalitäten und Medienauftritte spielen eine ebenso große Rolle wie Siege und Titel. Einige Kämpfer sind trotz einer langen Karriere wenig bekannt geblieben. Andere wurden mit einem einzigen Kampf zu Weltberühmtheiten.
Conor McGregor – Der kommerziell erfolgreichste UFC Fighter aller Zeiten
Kaum ein Name ist im MMA-Sport so untrennbar mit der UFC verbunden wie der von Conor McGregor. Der Ire aus Dublin, geboren 1988, stieg innerhalb weniger Jahre vom Nobody zum bestverdienenden Sportler der Welt auf. Als erster Kämpfer in der Geschichte der UFC hielt er gleichzeitig Titel in zwei Gewichtsklassen – dem Federgewicht und dem Leichtgewicht. Sein Knockout-Sieg über Featherweight-Legende Jose Aldo im Jahr 2015 dauerte nur 13 Sekunden und ging als einer der ikonischsten Momente in der Geschichte des Sports ein.
McGregor machte die UFC zu einem globalen Massenphänomen. Sein Boxkampf gegen Floyd Mayweather im Jahr 2017 erzielte 4,3 Millionen Pay-per-View-Käufe. Sein Trash-Talk, seine maßgeschneiderten Anzüge und sein unerschütterliches Selbstbewusstsein machten ihn zur Medienpersönlichkeit weit über die MMA-Welt hinaus. Seine Whiskey-Marke „Proper No. Twelve“ machte ihn zum Milliardär.
Seit einem schweren Beinbruch beim UFC-264-Fight gegen Dustin Poirier im Jahr 2021 hat McGregor keinen professionellen Kampf mehr bestritten. Sein lang erwartetes Comeback ist für den 11. Juli 2026 in Las Vegas angekündigt – nach fast genau fünf Jahren Pause.
Quellen:
Jon Jones – Der sportlich dominanteste Kämpfer in der UFC-Geschichte
Jon „Bones“ Jones gilt unter Experten nahezu einhellig als der sportlich überragendste Kämpfer in der Geschichte der UFC. Der Amerikaner aus Rochester, New York, dominierte das Halbschwergewicht über mehr als ein Jahrzehnt und wechselte danach erfolgreich ins Schwergewicht. Er führt die UFC-Rangliste der meisten Titelkämpfe an und hat eine Generation von Herausforderern bezwungen, darunter Gegner wie Daniel Cormier, Alexander Gustafsson und Rashad Evans.
Jones ist seit Jahren die Antwort auf die Frage, wer der „GOAT“ des MMA sei – trotz erheblicher Kontroversen außerhalb des Oktagon. Dopingverstöße, rechtliche Probleme und ein Renteneintritt, den er selbst mehrfach zurücknahm, begleiten seine Karriere. Anfang 2026 gab UFC-CEO Dana White bekannt, dass Jones seinen Titel abgelegt und sich zurückgezogen hat – obwohl der Kämpfer selbst anschließend wieder von Verhandlungen sprach, unter anderem für einen möglichen Kampf gegen Alex Pereira.
Quellen:
- ESPN: Jon Jones, Conor McGregor left off UFC’s White House card
- gnp1.de: Die bekanntesten UFC Kämpfer 2026
Khabib Nurmagomedov – Der Unbesiegte
Khabib Nurmagomedov aus Dagestan, Russland, ist der einzige Kämpfer in der UFC-Geschichte, der seinen Titel ungeschlagen niederlegte. Mit einer makellosen Bilanz von 29 Siegen und null Niederlagen beendete er 2020 nach dem Sieg über Justin Gaethje bei UFC 254 seine aktive Karriere – und das aus einem tief persönlichen Grund: Er hatte seiner Mutter versprochen, nach dem Tod seines Vaters nicht mehr zu kämpfen.
Khabib dominierte das Leichtgewicht mit einer Mischung aus erdrückendem Ringen, Takedown-Fähigkeiten auf Weltklasseniveau und einer körperlichen Robustheit, die Gegner regelmäßig zermürbte. Sein Kampf gegen Conor McGregor bei UFC 229 im Jahr 2018 gilt als einer der meistverkauften Pay-per-View-Ereignisse in der UFC-Geschichte. Khabib wurde nach seinem Rücktritt offiziell auf Platz eins der Pound-for-Pound-Rangliste gesetzt. In seiner Heimatregion Dagestan und in der islamischen Welt gilt er als Nationalheld.
Quellen:
Anderson Silva – Der König des Mittelgewichts
Anderson „The Spider“ Silva ist einer der künstlerischsten Kämpfer, die die UFC je gesehen hat. Der Brasilianer hielt den UFC-Mittelgewichtstitel von 2006 bis 2013 – eine Herrschaft von 2.457 Tagen, die bis heute der längste Titelreign in der Geschichte der UFC ist. Er erzielte 16 aufeinanderfolgende Siege in der Organisation und verteidigte seinen Titel zehnmal.
Seine Kampfkunst war einzigartig: Präzise Schläge, ein ungewöhnliches Timing und eine entspannte Ausstrahlung, die seine Gegner immer wieder verwirrte. UFC-Präsident Dana White nannte ihn „den größten Mixed Martial Artist aller Zeiten.“ Im Jahr 2023 wurde Silva in die UFC Hall of Fame aufgenommen.
Quellen:
- ABC News: UFC great Anderson Silva to be inducted into Hall of Fame
- ufc.com: Longest UFC Title Reigns
Islam Makhachev – Die aktuelle Nummer eins der Welt
Islam Makhachev ist aktuell (Stand 2026) der Nummer-eins-Kämpfer der UFC in der Pound-for-Pound-Rangliste. Der Dagestaner, enger Freund und Schützling von Khabib Nurmagomedov, hat in den vergangenen Jahren eine beeindruckende Karriere aufgebaut. Im Jahr 2025 brach er den Rekord für die meisten Leichtgewichts-Titelverteidigungen in der UFC-Geschichte – eine Marke, die zuvor als unerreichbar galt – und krönte sich anschließend zum Zwei-Divisions-Champion, indem er den Weltergewichtstitel gewann.
Makhachev verbindet Khabibs Stil – das dominante Ringen und die Bodenkontrolle – mit einem erheblich verbesserten Stehkampf. Sein nächster großer Kampf, der als möglicher Superfight gegen Ilia Topuria angedacht ist, gilt als einer der begehrtesten Matches der UFC im Jahr 2026.
Quellen:
Ilia Topuria – Der neue Star des Sports
Ilia Topuria, geboren 1997 in Deutschland, aufgewachsen in Georgien, ist der wohl aufregendste neue Superstar der UFC. Der unbesiegte Kämpfer schlug in kurzer Folge MMA-Legenden wie Alexander Volkanovski, Max Holloway und Charles Oliveira durch Knockout und krönte sich damit zum Lightweight-Champion – nachdem er zuvor bereits den Featherweight-Titel gewonnen hatte. Er ist damit der zehnte Zwei-Divisions-Champion in der Geschichte der UFC.
Topuria wird in der aktuellen Pound-for-Pound-Rangliste direkt hinter Makhachev auf Platz zwei geführt. Er hat ein breites Fanpublikum in Georgien, Spanien (wo er aufgewachsen ist) und weltweit aufgebaut. Ein möglicher Superfight zwischen ihm und Makhachev gilt als das attraktivste Duell, das die UFC derzeit aufbieten kann.
Quellen:
- CBS Sports: UFC fan guide
- ESPN: Five burning questions for Topuria, Pereira and the UFC middleweight division
Alex Pereira – Der Weltmeister aus Sao Paulo
Alex „Poatan“ Pereira ist der Kämpfer mit der vielleicht unwahrscheinlichsten Geschichte im modernen MMA. Der Brasilianer, ehemaliger Kickbox-Weltmeister, begann seine MMA-Karriere relativ spät und stieg dennoch rasch zur Weltspitze auf. Er wurde sowohl im Mittelgewicht als auch im Halbschwergewicht UFC-Champion und ist damit einer von nur wenigen Kämpfern in der Geschichte der UFC, die in zwei verschiedenen Gewichtsklassen Titel gewannen.
Pereira ist bekannt für seine brutale Schlagkraft und eine Ausstrahlung, die ihn zu einem Publikumsliebling gemacht hat. Anfang 2026 verlor er seinen Halbschwergewichts-Titel, plant jedoch ein Comeback und zeigt seinen Ehrgeiz, auch im Schwergewicht anzutreten.
Quellen:
Georges St-Pierre – Das diplomatische Gesicht des MMA
Ohne Georges St-Pierre wäre diese Liste unvollständig. Der Kanadier aus Quebec gilt als einer der technisch vollständigsten Kämpfer der UFC-Geschichte. Er dominierte das Weltergewicht über viele Jahre und wurde später auch Mittelgewichts-Champion. St-Pierre ist bekannt für seinen respektvollen Umgang mit Gegnern, sein professionelles Auftreten und seine Beliebtheit auch außerhalb Nordamerikas. Er war einer der ersten UFC-Kämpfer, der weltweit für großes Mainstream-Interesse sorgte – lange bevor McGregor die Sportart in neue Dimensionen katapultierte.
Was 2026 die UFC-Welt bewegt
Das Jahr 2026 steht unter dem Zeichen mehrerer historischer Weichenstellungen. Der neue Siebenjahresvertrag zwischen UFC und Paramount+ verändert die Verbreitung des Sports grundlegend – Pay-per-View wird schrittweise durch Streaming ersetzt, was die UFC einem breiteren Publikum zugänglich macht. Das geplante UFC-Event im Weißen Haus, bezeichnet als „UFC Freedom Fights 250“, soll anlässlich des 250. Jahrestages der amerikanischen Unabhängigkeit ausgetragen werden und gilt als eines der meisterwarteten MMA-Events der jüngeren Geschichte.
Conor McGregors angekündigtes Comeback am 11. Juli 2026 in Las Vegas dürfte eines der größten Medienereignisse des Jahres werden. Und der ersehnte Superfight zwischen Islam Makhachev und Ilia Topuria könnte den Sport auf eine neue Popularitätsstufe heben.
Quellen:
- CBS Sports: UFC 2026 – White House, Tom Aspinall, Ilia Topuria, Alex Pereira
- ESPN: Jon Jones, Conor McGregor left off UFC’s White House card
Fazit
Die Geschichte der bekanntesten UFC Fighter ist auch eine Geschichte des Wandels. Mit Conor McGregor entstand ein neuer Typ des Sportstars – laut, unerschrocken, geschäftstüchtig. Mit Khabib Nurmagomedov bewies die UFC, dass stille Dominanz ebenso fesseln kann wie großes Spektakel. Jon Jones verkörpert das Paradox des Sports: sportlich vielleicht unübertroffen, menschlich immer wieder angreifbar. Und mit Ilia Topuria und Islam Makhachev tritt eine neue Generation an, die beweisen möchte, dass das Beste noch bevorsteht.
Was bleibt, ist der Sport selbst – roh, ehrlich und unberechenbar. Genau das macht die UFC weltweit unwiderstehlich.
Alle Angaben basieren auf öffentlich zugänglichen Quellen. Stand: Juni 2026.