Wie oft und gegen wen hat Mike Tyson verloren?

Mike Tyson gilt als eine der bekanntesten Figuren in der Geschichte des Boxens. Seine wilde Kraft, seine blitzschnelle Geschwindigkeit und sein bedrohliches Auftreten im Ring machten ihn in seiner Blütezeit zu einer Macht, mit der man rechnen musste.

Wie alle großen Champions erlebte Tyson jedoch auch eine Reihe von Niederlagen – Verluste, die nicht nur seine Karriere prägten, sondern auch seiner komplexen Persönlichkeit neue Dimensionen verliehen. In diesem Boxartikel gehen wir näher darauf ein, wie oft und gegen wen Mike Tyson verloren hat, und erforschen die Bedeutung dieser Niederlagen im Kontext seiner legendären Karriere.

 

 

Buster Douglas (11. Februar 1990):

 

Mike Tyson erlitt in Tokio, Japan, die wohl schockierendste Überraschung in der Geschichte des Boxens und erlitt seine erste Profiniederlage gegen James „Buster“ Douglas. Tyson, der als unbestrittener Schwergewichts-Champion und überwältigender Favorit in den Kampf ging, wurde in der 10. Runde von Douglas, einem massiven Außenseiter, ausgeschaltet. Der Verlust löste Schockwellen in der gesamten Boxwelt aus und markierte für Tyson den Beginn einer Abwärtsspirale, sowohl beruflich als auch persönlich.

 

Evander Holyfield (9. November 1996):

 

In einem der am meisten erwarteten Kämpfe der 1990er Jahre trat Mike Tyson gegen Evander Holyfield um die WBA-Schwergewichtsmeisterschaft an. Holyfield, selbst ein ehemaliger unangefochtener Champion, erwies sich als beeindruckender Gegner für Tyson. In einer überraschenden Wendung der Ereignisse dominierte Holyfield Tyson während des gesamten Kampfes und erzwang schließlich eine TKO-Unterbrechung in der 11. Runde. Die Niederlage versetzte Tysons Aura der Unbesiegbarkeit einen schweren Schlag und bereitete die Bühne für ihren berüchtigten Rückkampf.

 

Evander Holyfield (28. Juni 1997):

 

Der Rückkampf zwischen Mike Tyson und Evander Holyfield sollte für Tyson eine Chance auf Wiedergutmachung sein, eine Gelegenheit, seinen Status als unangefochtener König der Schwergewichtsklasse zurückzugewinnen. Der Kampf geriet jedoch in der dritten Runde ins Chaos, als Tyson Holyfield aus unerklärlichen Gründen ein Stück vom Ohr abbissen hatte. Der Schiedsrichter disqualifizierte Tyson und bescherte Holyfield einen weiteren Sieg, wenn auch unter bizarren Umständen. Der Vorfall beschädigte Tysons Ruf und hatte schwerwiegende Auswirkungen auf seine Karriere. Welcher Boxer hat ein Ohr abgebissen? Mike Tyson Ohr-Biss Strafe

 

Lennox Lewis (8. Juni 2002):

 

In einem lang erwarteten Showdown zwischen zwei Schwergewichts-Titanen trat Mike Tyson gegen Lennox Lewis um die WBC-, IBF-, IBO- und The Ring-Schwergewichtstitel an. Trotz Tysons Ruf als furchterregender Puncher erwies sich Lewis als zu viel für ihn. Lewis dominierte den Kampf von Anfang bis Ende und erzielte schließlich in der achten Runde einen TKO-Sieg. Die Niederlage bedeutete für Tyson einen weiteren Rückschlag und bedeutete das Ende seiner Herrschaft als dominierende Kraft im Schwergewicht.

 

Kevin McBride (11. Juni 2005):

 

Es sollte der letzte Kampf seiner Profikarriere sein, in dem Mike Tyson in einem Kampf, bei dem es nicht um den Titel ging, gegen den Gesellen Kevin McBride antrat. Obwohl Tyson als großer Favorit auf den Sieg galt, wirkte er von Anfang an träge und außer Form. McBride nutzte Tysons Niedergang aus und überwältigte ihn mit Größe und Druck. Nach sechs anstrengenden Runden schied Tyson auf seinem Stuhl aus und kassierte durch TKO eine Niederlage gegen McBride. Die Niederlage beendete praktisch Tysons geschichtsträchtige Boxkarriere.

 

Fazit: Niederlagen von Mike Tyson

 

Diese fünf Niederlagen stellen entscheidende Momente in der Karriere von Mike Tyson dar – Momente, die seine Widerstandsfähigkeit auf die Probe stellten, sein Erbe in Frage stellten und letztendlich seine Identität als Boxer und als Mann prägten.

Während Tyson immer als einer der dominantesten und elektrisierendsten Champions in der Geschichte des Sports in Erinnerung bleiben wird, erinnern seine Niederlagen an die inhärente Unberechenbarkeit und Brutalität des Boxens. Sie sind ein Beweis für das alte Sprichwort, dass im Boxen alles passieren kann – selbst dem Größten aller Zeiten.

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